Feuershow bei Völkerball in Coesfeld

Die Fabrik Coesfeld bebt am Freitagabend, als Völkerball die Bühne betreten. Die Halle ist an diesem 21. November 2025, dem ersten Tag von 2 Gigs in der Fabrik, gut besucht, die Luft geladen – und schon mit dem ersten lauten Donnerschlag wird klar: Heute gibt es eine Pyro- und Lichtshow auf einem ganz neuen Level.

Mit „Rammlied“ eröffnen sie den Abend, und René Anlauff dominiert sofort die Bühne. Seine Stimme schneidet durch die Halle, kräftig, roh und voller Autorität. Das Publikum hängt an jedem Wort, jeder Bewegung. René führt die Menge, als wäre er der Dirigent eines stählernen Orchesters.

Zu seiner Linken und Rechten bauen Tobias Kaiser und Björn Müller ein massives Gitarrenbollwerk auf. Tobias spielt mit Präzision und stoischer Ruhe, während Björn mit seinem energiegeladenen Stil zusätzliche Glut in das Gesamtbild bringt. Zusammen lassen sie die Gitarrenlinien wie Beton über das Publikum rollen.

Tilmann Carbow am Bass pumpt mit jedem Anschlag pure Wucht in den Raum. Man spürt jeden Ton im Magen, jede Basswelle trägt den Sound der Band wie ein Fundament aus Stahl.

Über allem sitzt Dirk Oechsle am Schlagzeug – und er trommelt, als würde er eine Maschine antreiben. Seine Präzision ist unnachgiebig, seine Kraft beeindruckend. Jeder Schlag setzt Impulse, die die gesamte Fabrik erzittern lassen.

Am Keyboard formt Andreas Schanowski die kalten, industriellen Klangwelten, die die Rammstein-Atmosphäre perfekt einrahmen. Zwischen eisblauen Laserstrahlen und flackerndem Feuerschein wirkt er wie der Architekt der elektronischen Schichten, die sich über die massiven Gitarren legen.

Die Pyroshow fährt währenddessen ihre volle Wirkung aus: horizontale Feuerstöße, meterhohe Säulen, Funkenregen und punktgenaue Explosionen verwandeln die Fabrik in ein brennendes Gesamtkunstwerk. Bei „Keine Lust“, „Sonne“, „Mein Teil“, „Angst“, „Puppe“ und „Du Hast“ steigt die Energie im Saal weiter und weiter.

Das Publikum feiert, singt, springt – und lässt sich von dieser perfekten Mischung aus Musik, Theater und Feuer komplett mitreißen.

Als „Engel“ erklingt und später „Zeit“ den Abend beschließt, wird es fast andächtig. Die Menge singt mit, die Bühne glüht, und selbst nach dem letzten Ton liegt noch dieser Funke in der Luft, der niemanden loslässt.

Völkerball zeigen an diesem Abend in Coesfeld erneut, warum sie zur absoluten Elite der Tribute-Szene gehören: musikalisch präzise, visuell überwältigend und emotional packend. Direkt. Intensiv. Unvergesslich.

https://www.fabrik-coesfeld.de

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