Metal Hammer Awards: Eine Gruppe von Personen auf der Bühne einer Preisverleihung, vor einem Hintergrund aus tiefblauen Vorhängen. In der Mitte stehen zwei Männer hinter einem Podium mit der Aufschrift 'Awards', von denen einer nach links zeigt. Neben dem Podium stehen mehrere große, anthropomorphe Figuren in aufwendigen Dinosaurierkostümen, die jeweils durch Merkmale wie stachelige Haare, gepanzerte Kleidung und auffällige Accessoires auffallen. Ganz rechts stehen eine Frau und ein Mann, beide in dunkler Kleidung, die eine Auszeichnung in den Händen halten. Im Vordergrund ist das Publikum zu sehen, das Fotos macht und die Veranstaltung beobachtet


Am 31. August 2024 kehrte die härteste und lauteste Preisverleihung Deutschlands auf die Bühne zurück: Zum 11. Mal wurden die METAL HAMMER AWARDS verliehen – erstmals präsentiert von und im Rahmen der IFA.


Anlässlich ihrer jeweiligen Jubiläen bündelten die Musikzeitschrift METAL HAMMER (gegründet 1984) und die IFA (gegründet 1924, bekannt geworden als Internationale Funkausstellung und seit diesem Jahr Innovation For All) ihre Kräfte, um die Veranstaltung nach fünfjähriger Pause zurück auf die Bühne zu bringen und besondere Leistungen im Bereich Hard Rock/Heavy Metal zu würdigen.

Rudolf Schenker: „Das ist mein bester Geburtstag“

Moderiert wurde die in der Uber Eats Music Hall vor über tausend Metal-Fans, Prominenten und Branchengästen abgehaltene Veranstaltung von Comedian und Headbanger Bülent Ceylan und Kate Kaputto. Fast alle Preisträger waren anwesend; die Scorpions wurden mit dem „Legend“-Award für ihre Lebenswerk ausgezeichnet und hatten doppelt zu feiern. Gitarrist Rudolf Schenker verbrachte seinen 76. Geburtstag bei den METAL HAMMER AWARDS, ließ sich ein laustarkes Ständchen singen und kommentierte: „Das ist mein bester Geburtstag bisher.“ Die US-Punk-Heroen The Offspring hielten eine Laudatio auf In Flames, die als „Best International Band“ ausgezeichnet wurden, während Urgestein Udo Dirkschneider (U.D.O., ex-Accept) zur „Voice Of Metal“ und Gitarrist Herman Li (Dragonforce) zum „God Of Riffs“ ernannt wurden und die Israelis Orphaned Land (vertreten durch Sänger Kobi Farhi) für ihren Einsatz für ein friedvolles Miteinander gefeiert wurden. Lediglich Judas Priest konnten nicht persönlich vor Ort sein und bedankten sich per Videobotschaft bei den Fans und
METAL HAMMER für die „Best Album“-Ehrung ihres 19. Studiowerks „Invincible Shield“.

Wuchtiges Live-Programm

Beim musikalischen Programm ging es dem Anlass entsprechend wuchtig zu: Future Palace, Lordi, Orden Ogan und die Headliner Saltatio Mortis begeisterten die Metalheads, bevor auf der Aftershow-Party die Korken knallten.


Unter den Stargästen des Abends, die stilecht über den Black Carpet einliefen, befanden sich neben den Preisträgern weitere Größen der Rock- und Metal-Szene wie Dark Tranquillity, Borknagar, Subway To Sally, Paradise Lost und Primal Fear, Laudatoren wie The Offspring und Rea Garvey (Reamonn) sowie bekannte Nicht-Metal-Musiker wie Kevin Kuhn (Die Nerven), Romano, Cloudy June, Prominente wie Simon Gosejohann, der Berliner Kultursenator Joe Chialo sowie Leif Lindner, Geschäftsführer IFA Management GmbH, der sich als passionierter Metal-Fan sehr über die Rückkehr der Preisverleihung freute:


„IFA steht für Innovation For All und es war eine lautstarke Feier zum 100-jährigen Jubiläum, die rockt. Leise Töne haben ihre Zeit, aber es gibt auch die Zeit für griHige Gitarrenriffs und dröhnende Bässe. Ich freue mich ganz besonders, dass die IFA die diesjährigen METAL HAMMER AWARDS, auch mit Support von SharkNinja, als Partner zurückholt und so meine beiden großen beruflichen und privaten Lieben zusammenbringt.“

So geht Maximum Metal!

Auch METAL HAMMER-Chefredakteur Sebastian Kessler zeigte sich zufrieden mit dem Verlauf des Abends:
„40 Jahre und 500 Ausgaben METAL HAMMER wollten natürlich groß gefeiert werden – die legendären METAL HAMMER AWARDS wiederbelebt zu haben, setzt unserem Jubiläumsjahr die Krone auf. Das Publikum ging hungrig in die verlängerte Festival-Saison; Saltatio Mortis, Orden Ogan, Lordi und Future Palace machten ihrem Ruf alle Ehre, und die zwölf Preisträger konnten ihr Glück über die Trophäe kaum fassen. Ein emotionaler Abend, der nicht möglich gewesen wäre ohne unsere Sponsoren IFA, Engl, ESP und StarFM, die Helfer hinter den Kulissen, dem METAL HAMMER-Team und allen beteiligten Bands und Plattenfirmen. Vor allem aber gebührt der Dank allen, die sich fünf Jahre lang nach einer Rückkehr der METAL HAMMER AWARDS gesehnt und an diesem Abend heftig mitgefeiert haben. So geht Maximum Metal!“

Future Palace – gelungener Opener

Future Palace ist eine 2018 gegründete deutsche Post-Hardcore/Alternative-Rock-Band aus Berlin. Die dreiköpfige Truppe besteht aus der Sängerin Maria Lessing, dem Gitarristen Manuel Kohlert und Schlagzeuger Johannes Früchtenicht. Sie steht seit 2020 beim Musiklabel Arising Empire unter Vertrag und veröffentlichte bisher die zwei Studioalben Escape (2020) und Run (2022). Am 6. September 2024 soll der dritte Longplayer „Distortion“ veröffentlicht werden. Das Trio macht heute den Opener, hat dafür eine knappe halbe Stunde Zeit und ist davor gar nicht bange. Flott, frech und mit einer hörbaren Portion Core liefern sie ein erfrischendes Set ab, was Lust auf viel mehr macht.

Setlist: Heads Up, Dead Inside, Decarabia, Malphas, Paradise

Lordi mit starkem Auftritt

Die finnischen Lordi sind heute die zweiten im Bunde. Ich sah sie Anfang Juli noch beim Rockharz Open Air und zuvor auf ihrer Promotour für ihr letztes Album „Screem Writers Guild“ vom März 2023. Laut Oberrocker Mr. Lordi hat die Truppe bereits das nächste Album eingetütet, was merklich härter als der letztjährige Output sein soll. Wann das Ding rauskommt, steht allerdings in den Sternen. Die Rocker sind natürlich wegen ihrer Maskerade sowie ihrem Megahit und Grand Prix Eurovision Hit „Hard Rock Hallelujah“ bekannt. Sie darauf zu reduzieren wäre allerdings falsch. Die Nordgestalten um Obermonster Mr. Lordi stehen nämlich für richtig geile und direkt ins Blut übergehende Rocksongs.

Setlist: Would You Love a Monsterman?, Get Heavy, Lucyfer Prime Evil, Blood Red Sandman, Who’s Your Daddy?, Guitar Solo, Devil Is a Loser, Hard Rock Hallelujah

Orden Ogan heizen ordentlich ein

Orden Ogan kommen aus Arnsberg und wurden 1996 von Sebastian „Seeb“ Levermann gegründet. „The Order of Fear“ kam im Juli diesen Jahres raus. Es ist das achte Album der im Power Metal / Folk Metal angesiedelten Sauerländer und mit Platz 3 der Deutschen Charts ähnlich erfolgreich, wie der Vorgänger. 2019 hing Seeb die Gitarre an den Nagel. Selbige übernimmt seitdem Niels Löffler, der vormals am Bass agierte und hier durch Steven Wussow von Xandria ersetzt wurde. Der Bühnenpräsenz tat dieser Umbruch richtig gut. Herr Levermann ist nicht nur ein toller Sänger, sondern eine echte Partykanone, die das Ruder sofort an sich reißt und seine Fans ordentlich zum Mitmachen und Mitsingen anregt („And so we are: cold, dead and gone…“ aus „The Things We Believe In“). Wenn dann noch die Bühne bei gefühlt jedem zweiten Song mit effektvollen Pyros ausgeleuchtet wird, ist für die Fans alles in Butter.

Setlist: F.E.V.E.R., Conquest, Heart of the Android, The Order of Fear, Gunman, The Things We Believe In

Saltatio Mortis als Headliner

Die Spielmänner von Saltatio Mortis waren gerade auf Burgentour und machen heuer einen Stop in Berlin. Dabei holen sie nicht nur die begehrte Trophäe für „Finsterwacht“ in der Kategorie „Anthem“ ab, sondern liefern noch eine volle Headliner -Show. Jörg Roth, alias Alea der Bescheidene, nebst sechsköpfiger Musikertruppe, beim Song „Finsterwacht“ noch durch sechs oder sieben Orks unterstützt, zerlegen gekonnt die Bühne und werden dabei frenetisch von ihren Fans unterstützt. „Wir sind die Clowns“, „Vogelfrei“ und „Spielmannsschwur“ sind altbekannte Gassenhauer. Richtig klasse kommt aber “Brüder“ rüber, den Alea und Bülent Ceylan zusammen performen und bei dem der Komiker so richtig rausrotzt.

Setlist: Alive now, We might be Giants, Loki, Finsterwacht, Schwarzer Strand, Wo sind die Clowns, Brüder (with Bülent Ceylan), My Mother Told Me, Valhalla Calling (Miracle of Sound cover), Vogelfrei, Keine Regeln (FiNCH cover), Gardyloo, Genug getrunken, Für immer jung, Spielmannsschwur


Die Preisträger im Detail:


– Best German: Helloween
– Best International: In Flames
– Best Album: Judas Priest (INVINCIBLE SHIELD)
– Best Live: The Big Teutonic Four (Kreator, Sodom, Destruction, Tankard)
– Metal Anthem: Saltatio Mortis feat. Hansi Kürsch ‘Finsterwacht’
– God Of Riffs: Herman Li (Dragonforce)
– The Voice Of Metal: Udo Dirkschneider
– Rising Star: The Halo Effect
– Attitude: Orphaned Land (für den Einsatz für Frieden aller Religionen)
– Social Media Hero: Lacuna Coil
– Legend: Scorpions
– Maximum Metal: Peter Tägtgren (Hypocrisy, Pain)


Alle Infos zum Event und der Award Verleihung findet ihr hier: https://www.metal-hammer.de/awards-2024/


Hier noch einmal alle Nominierten der METAL HAMMER AWARDS 2024 im Überblick


Nominierte für die Auszeichnung als lebende Metal-Legende:

  • Blind Guardian
  • Hammerfall
  • Helloween
  • Holy Moses
  • Ihsahn
  • Kerry King
  • Kiss
  • Kreator
  • Obituary
  • Saxon
  • Scorpions
  • Tom G. Warrior

Metal Anthem 2024

  • Apocalyptica ‘One’
  • Borknagar ‘Summits’
  • Dark Tranquillity ‘Unforgivable’
  • Dool ‘Venus In Flames’
  • Judas Priest ‘Panic Attack’
  • Kissin’ Dynamite ‘My Monster’
  • Pain ‘Push The Pusher’
  • Primal Fear ‘Code Red’
  • Saltatio Mortis (ft. Hansi Kürsch/Blind Guardian) ‘Finsterwacht’
  • Saxon ‘Hell, Fire And Damnation’
  • U.D.O. ‘Touchdown’
  • Warmen ‘Hell On Four Wheels’

Attitude 2024

  • Battle Beast (Anti-Mobbing)
  • Dool (sexuelle Selbstbestimmung)
  • Heaven Shall Burn (Antifaschismus)
  • Kissin’ Dynamite (Unterstützung krebskranker Kinder)
  • Marko Hietala (Mental Health)
  • Orphaned Land (Frieden aller Religionen)
  • Rock in Rautheim (Inklusion)
  • Svalbard (Mental Health)
  • Wacken Open Air (10 Jahre Zusammenarbeit mit der DKMS)
  • Within Temptation (Unterstützung der Ukraine)

 

Best International 2024

  • Arch Enemy
  • Bring Me The Horizon
  • Bruce Dickinson
  • Dark Tranquillity
  • Ghost
  • Hammerfall
  • In Flames
  • Judas Priest
  • Rotting Christ
  • Saxon
  • Sleep Token
  • Within Temptation

Voice Of Metal 2024

Longlist der Nominierten für die Auszeichnung als prägende Gesangsstimme des Genres:

  • Alissa White-Gluz/Arch Enemy
  • Anders Fridén/In Flames
  • Attila Dorn/Powerwolf
  • Biff Byford/Saxon
  • Cristina Scabbia/Lacuna Coil
  • Elina Siirala/Leaves’ Eyes
  • Hannes Braun/Kissin’ Dynamite
  • Hansi Kürsch/Blind Guardian
  • Nick Holmes/Paradise Lost
  • Ralf Scheepers/Primal Fear
  • Tom S. Englund/Evergrey
  • Udo Dirkschneider/U.D.O.

Best Album 2024

Longlist der Nominierten für die Auszeichnung zum besten Metal-Album im Nominerungszeitraum:

  • Axel Rudi Pell RISEN SYMBOL
  • Borknagar FALL
  • Green Lung THIS HEATHEN LAND
  • Ihsahn IHSAHN
  • Judas Priest INVINCIBLE SHIELD
  • Kissin’ Dynamite BACK WITH A BANG
  • Primal Fear CODE RED
  • Rotting Christ PRO XRISTOU
  • Saltatio Mortis FINSTERWACHT
  • Soen MEMORIAL
  • Subway To Sally HIMMELFAHRT
  • Thronehammer KINGSLAYER

Best Live 2024

Longlist der Nominierten für die Auszeichnung zur besten Live-Band:

  • Arch Enemy
  • AC/DC
  • Big Teutonic Four
  • Blind Guardian
  • Dark Tranquillity
  • Dragonforce
  • Ghost
  • Heavysaurus
  • In Flames
  • Meshuggah
  • Metallica
  • Pantera

 

Beste deutsche Metal-Band:

  • Accept
  • Big Teutonic Four (Kreator, Sodom, Destruction, Tankard)
  • Dirkschneider/U.D.O.
  • Doro
  • Eisbrecher
  • Helloween
  • Lord Of The Lost
  • Orden Ogan
  • Powerwolf
  • Saltatio Mortis
  • Scorpions
  • Subway To Sally

God Of Riffs 2024

Longlist der Nominierten für die Auszeichnung als Gott an der Gitarre:

  • Marco Coti Zelati/Lacuna Coil
  • Axel Rudi Pell
  • Fredrik Thordendal/Meshuggah
  • Gregor Mackintosh/Paradise Lost
  • Herman Li/Dragonforce
  • Marcus Siepen/Blind Guardian
  • Niclas Engelin/The Halo Effect
  • Peter Tägtgren/Hypocrisy, Pain
  • Sami Yli-Sirniö/Kreator
  • Sascha Gerstner/Helloween
  • Tom Naumann/Primal Fear
  • Zakk Wylde/Pantera

Social Media Hero 2024

Longlist der Nominierten für die Auszeichnung als Band mit dem stärksten Social Media-Auftritt:

  • Arch Enemy
  • Electric Callboy
  • Feuerschwanz
  • Ghost
  • Ghøstkid
  • Infected Rain
  • Lacuna Coil
  • Lord Of The Lost
  • Powerwolf
  • Sabaton
  • Saltiatio Mortis
  • The Warning

Rising Star 2024

Longlist der Nominierten für die Auszeichnung als stärkster Newcomer oder Band, die den Durchbruch geschafft hat:

  • April Art
  • Elvellon
  • Ghøstkid
  • Imha Tarikat
  • Kanonenfieber
  • Lorna Shore
  • Nestor
  • Svalbard
  • The Halo Effect
  • The Warning
  • Thronehammer
  • Warmen


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