Reggata de Blanc BühnenfotoFoto: AKA_Gey

Regatte de Blanc mit Michael Griese als „Sting“ am Bass und den Vocals gilt als eine der besten Tribute-Band für The Police und Sting. The Police gründeten sich 1977 und gelten als eine, wenn nicht die erfolgreichste, Rockformation des New Wave. Man veröffentlichte 5 Alben, von denen „Synchronicity“ von 1983 das letzte und erfolgreichste war. Die Platte belegte sage und schreibe 76 Woche die Top Position der US-Charts.

1984 trennte sich die Band und Sting machte alleine weiter. Zwischen 1985 und 2021 veröffentlichte er mehr als ein Dutzend Alben und zählt als einer der erfolgreichsten Solokünstler. Sting wird in einem Namen mit so Größen wie Michael Jackson, Elton John, Paul Mc’Cartney, Bryan Adams, Mark Knopfler oder Paul Simon genannt. Mit Annie Lennox von Eurythmics oder Bono von U2 war er gemeinsam auf Tour. Ab den späten 1980er Jahren engagierte er sich zunehmend für Umweltschutz- und Menschenrechtsprojekte. 2022 verkaufte er alle Rechte an seine Musik an Universal Music.

Rockgenerationen vereint in gespannter Ruhe

Die Fabrik Coesfeld ist gut gefüllt, als die Band die Bühne betritt. Das gleichsam etwas ältere und durchweg durch alle Genre des damaligen Rock gemischte Publikum wirkt erwartungsvoll und locker. Nur vereinzelt tragen Besucher Shirts von The Police oder Sting. Die Atmosphäre ist gespannt, ohne überdreht zu sein. Man spürt, dass viele Menschen gekommen sind, um wirklich zuzuhören.

Ein Auftakt mit großer Geste

Der Abend beginnt mit ein paar Sting-Stücken. „If I Ever Lose My Faith in You“ ist ein eleganter, souveräner Einstieg, der sofort zeigt, wie sicher die Band im Repertoire steht. Die Fabrik wird ruhig, aufmerksam, beinahe ehrfürchtig. Mick Griese trifft die Stimmung des Originals beeindruckend gut, ohne in Imitation abzurutschen. Weiter geht es mit „All This Time“ und dem kraftvollen „King of Pain“, der ersten The Police – Nummer. Mit dem Track steigert sich das Set früh zu einer Mischung aus Melancholie und Energie, die perfekt funktioniert. Das Publikum wird hörbar wärmer, erste Bewegungen gehen durch das Rund und hier und da ertönen die ersten Zwischenrufe. Man spürt die Verbindung zwischen dem Publikum und der Band ist da.

Covers und Klassiker im Wechsel

Eine schöne Überraschung ist „Ain’t No Sunshine“, das die Band geschmackvoll in ihren Police/Sting-Kosmos einbettet. Den Song schrieb Bill Withers bereits 1971. Mit „Every Little Thing She Does Is Magic“ von „Ghost in the Machine“ aus 1981, und „Don’t Stand So Close to Me“ von „Zenyatta Mondatta“ von 1980, kippt die Stimmung endgültig ins Feiernde – viele singen jetzt mit. Als „Walking on the Moon“ (Regatte de Blanc. 1979) erklingt, entsteht einer der ersten großen Gänsehautmomente. Der Groove zieht sich durch den ganzen Saal, hypnotisch, entspannt, absolut souverän gespielt.

Der Mittelteil: große Hymnen und tiefe Emotion

Mit „Message in a Bottle“ und „Bed’s Too Big Without You“ , beide vom The Police Klassiker von 1979, liefert die Band zwei Publikumsfavoriten am Stück – die Fabrik lebt sichtbar auf. Die Rhythmussektion der Band glänzt hier besonders, das Zusammenspiel sitzt kompromisslos. „Driven to Tears“ wird kantiger, härter präsentiert – eines der intensivsten Stücke des Abends – bevor das ikonische „De Do Do Do, De Da Da Da“ für breite Grinsmomente sorgt. Der Song stammt übrigens ebenfalls von The Police und zwar von „Zenyatta Mondatta“, auch wenn diese Nummer in den 90er Jahres ein Revival erlebt.

Zur Mitte des Sets setzt Reggatta de Blanc bewusst auf Emotionalität: „Every Breath You Take“ vom Überalbum „Synchronicity“ wird erstaunlich ruhig und intim gespielt, fast schon zärtlich. Direkt danach berührt „Shape of My Heart“ von Sting die Menge tief; viele hören mit geschlossenen Augen, und der Saal wird spürbar still. Mit „Desert Rose“ , einem der erfolgreichsten Songs von Sting („Brand New Day, 1999) und dem kraftvollen „Synchronicity II“ nimmt das Konzert wieder Tempo auf, ehe „Fields of Gold“ als wärmender Ruhepol dient. „Englishman in New York“ , wohl der Übersong aus Stings Karriere (…Nothing like the Sun, 1987) zaubert schließlich ein kollektives Schmunzeln in den Raum – die Nummer sitzt perfekt.

Finale: Energie, Euphorie und ein stiller Abschied

Back to 1978 mit “Outlandos d’Amour“. „Roxanne“ lässt die Fabrik endgültig explodieren – Mitsingen, Klatschen, Rufe, alles dabei. Das Publikum steht jetzt komplett. In der Zugabe geht es weiter mit der alten Scheibe. Das treibende und voller Energie strotzende „Can’t Stand Losing You“ und das ausgelassene, tanzbare und pure Freude versprühende „So Lonely“ zeigen die ganze Spannbreite der Band in schon frühen Jahren. Nochmal wird die Combo auf die Bühne gebeten. „Fragile“ steht schon gar nicht mehr auf der offiziellen Setliste. Ein ruhiger, sensibler Abschluss, der den Abend würdevoll und gleichsam nachdenklich ausklingen lässt. Die Fabrik wird noch einmal ganz leise, bevor der Applaus umso wärmer und lang anhaltender ausbricht.


Fazit

Reggatta de Blanc mit Michael Griese (Bass, Gesang), Tom Quast (Gitarre), Jonas Wilms (Drums) und Markus Wentz, der die Tasten bei den Songs von Sting übernimmt, zeigen an diesem Abend, warum sie seit Jahrzehnten zu den überzeugendsten The Police/Sting-Tribute-Bands gehören: Ehrlichkeit, Präzision, Spielfreude und musikalische Tiefe. Die Setlist, perfekt balanciert zwischen Hits, Emotion und Dynamik, führt das Publikum durch alle Facetten des The Police– und Sting-Universums. Ein rundum starker Konzertabend in Coesfeld – nahbar, energetisch und musikalisch beeindruckend.

Reggatta de Blanc – Setlist (Fabrik Coesfeld)

  1. If I Ever Lose My Faith in You (Sting – Ten Summoner’s Tales (1993))
  2. All This Time (Sting – The Soul Cages (1991))
  3. King of Pain (The Police – Synchronicity (1983))
  4. Ain’t No Sunshine (Bill Withers Cover (1971))
  5. Every Little Thing She Does Is Magic (The Police – Ghost in the Machine (1981))
  6. Don’t Stand So Close to Me (The Police – Zenyatta Mondatta (1980))
  7. Walking on the Moon (The Police – Reggatta de Blanc (1979))
  8. Message in a Bottle (The Police – Reggatta de Blanc (1979))
  9. Bed’s Too Big Without You (The Police – Reggatta de Blanc (1979))
  10. Driven to Tears (The Police – Zenyatta Mondatta (1980))
  11. De Do Do Do, De Da Da Da (The Police – Zenyatta Mondatta (1980))
  12. Every Breath You Take (The Police – Synchronicity (1983))
  13. Shape of My Heart (Sting – Ten Summoner’s Tales (1993))
  14. Desert Rose (Sting – Brand New Day (1999))
  15. Synchronicity II (The Police – Synchronicity (1983))
  16. Fields of Gold (Sting – Ten Summoner’s Tales (1993))
  17. Englishman in New York (Sting – …Nothing Like the Sun (1987))
  18. Roxanne (The Police – Outlandos d’Amour (1978))
  19. Can’t Stand Losing You The Police – Outlandos d’Amour (1978)
  20. So Lonely (The Police – Outlandos d’Amour (1978))
  21. Fragile (Sting – …Nothing Like the Sun (1987))

Band:
Michael Griese (Bass, Gesang)
Tom Quast (Gitarre)
Jonas Wilms (Drums)
Markus Wentz (Keyboards)

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Fotos: ©AKA_Gey


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