The Bollock Brothers in der Fabrik CoesfeldTitelfoto: Kommodore Johnsen

Am 22. März 2025 verwandelt sich die Fabrik in Coesfeld erneut in ein wahres Rock-Eldorado, als die legendären The Bollock Brothers die Bühne betreten. Die ursprünglich in London 1979 gegründete Band, die seit Jahrzehnten für ihre explosive Mischung aus Punk, Rock und einer ordentlichen Portion Humor bekannt ist, sorgt für einen unvergesslichen Abend. Mit einer Setlist, die keine Wünsche offen lässt, und einer energiegeladenen Performance zeigen The Bollock Brothers einmal mehr, warum sie nach all den Jahren noch immer zu den absoluten Größen der Szene gehören.

Formen und Farben – Der aufregende Start

Den Auftakt des Abends liefern Shapes and Colors, eine Band, die sich nach eigenem Bekunden erst vor 3,5 Wochen formierte und für die es an diesem Abend ihr erstes großes Konzert ist. Trotz ihrer kurzen Existenz liefern sie eine solide Performance ab. Mit einer Mischung aus eigenen Songs und Cover-Versionen, darunter der Clash-Klassiker „Should I Stay or Should I Go“ und „Junge“ von den Ärzten, begeistern die Besucher der Fabrik. Die Jungs von Shapes and Colors haben ihre Sache ordentlich gemacht und gezeigt, dass sie Potenzial haben.

Fotos: © Kommodore Johnsen

The Bollock Brothers – Punk, Power und Party

Und dann ist es endlich so weit: The Bollock Brothers erobern die Bühne. Frontmann Jock McDonald, begleitet von Richard Collins, Keith Bradshaw, Hermann Schenkelberg, Patrick Pattyn und Boris Dommenget, liefern eine Show, die nicht nur mit Energie, sondern auch mit Charme und einem gewissen Augenzwinkern überzeugt. Seit ihrem Auftritt in Coesfeld im März 2021 hat sich einiges verändert – tragischerweise verstarb damals ihr Gitarrist Chris McKelvey. Für ihn zupft der weltberühmte Gitarrenbauer und Saitenhexer Boris Dommenget. Am Bass und auch teils gesanglich begleiten ihn abwechselnd Richard Collins und Keith Bradshaw am Bass ab.

Mit dem Opener „Reincarnation“ setzen The Bollock Brothers gleich zu Beginn einen deutlichen Startschuss. Die Band heizt der Menge ordentlich ein, und schon schnell wird klar: Hier wird nicht nur gespielt, hier wird gefeiert. Der Rod Stewart Klassiker „Da Ya Think I’m Sexy?“ sorgt für ausgelassene Stimmung, die beim „Harley David Son of a Bitch“ – ein Serge Gainsbourg-Cover – den absoluten Höhepunkt erreicht. Mit „The Faith Healer“ von The Sensational Alex Harvey Band, geht die Party ausgelassen weiter.

Gemeinsame Freude: Ein Abend für die Fans

Was diesen Abend besonders macht, ist nicht nur die Musik, sondern auch die Interaktion mit dem Publikum. Vor der Pause dürfen einige Fans in Hoops Shirts (Celtic Glasgow) mit auf die Bühne. Ihr Gesangstalent steht im Gegensatz zu ihrer Begeisterung, aber das tut der Stimmung keinen Abbruch, im Gegenteil. Jocks Tochter Maria unterstützt ihren Vater bei einigen Songs. Das Publikum feiert, jeder Song wird mitgesungen, und der gemäßigte Pogo schafft Platz im vorderen Drittel der Zuschauer.

Fazit: Ein Abend voller Spaß, Pogo und unvergesslicher Musik

Das Konzert der Bollock Brothers in der Fabrik Coesfeld hat auch uns unglaublich viel Spaß gemacht. Die Interaktion mit dem Publikum, das ausgelassene Feiern und die unverwechselbare Energie der Band machen diesen Abend zu einem absoluten Highlight.

Fotos: © Kommodore Johnsen und Anna K. Ruether

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