Drei Tribute- und Crossover-Bands sorgen in der Fabrik Coesfeld für einen schweißtreibenden Konzertabend
Coesfeld. Die Fabrik wurde am 9. Mai 2026 zur Zeitmaschine zurück in die wilden Hochzeiten von Nu Metal, Alternative Metal und Chaos-Core. Gleich drei Bands lieferten einen langen, lauten und extrem energiegeladenen Abend zwischen Provokation, Nostalgie und Moshpit-Stimmung.
The Violent Inzident eröffnen den Abend provokant und laut
Den Auftakt machte The Violent Inzident, die weniger wie eine klassische Band, sondern eher wie eine völlig außer Kontrolle geratene Performance-Truppe wirkten. Schon optisch setzte die Formation auf maximale Überforderung. Grelle Farben, bizarre Figurenkostüme, maskenhafte Outfits und ein bewusst chaotischer Bühnenlook bestimmten das Bild. Vor den großen LED-Wänden tobte die Band durch Songs wie „Drugs“ und „Fuck Stirb Fuck“ und kombinierte Hardcore-, Nu-Metal- und Punk-Elemente mit satirischer Gesellschaftskritik. Zum Gesamteindruck passten auch die eingeblendeten Visuals auf den Leinwänden.
Alle Fotos urheberrechtlich geschützt ©AKA Gey/Kommodore Johnsen, Anfragen an kontakt@rocknotation.de














Slip-Not bringen die Fabrik zum Headbangen
Danach übernahmen Slip-Not, eine Tribute-Band ganz im Stil der frühen Slipknot-Jahre. Schon das Bühnenbild machte klar, wohin die Reise ging. Große Banner, flackernde Visuals und eine düstere Lichtshow verwandelten die Fabrik in einen Nu-Metal-Keller der frühen 2000er.
Vor allem die Energie überzeugte. Dauerhaftes Headbanging auf und vor der Bühne, hochgereckte Fäuste und die typischen „Metal-Horns“ sorgten schnell für intensive Konzertstimmung. Das Publikum ging sichtbar mit und feierte jeden bekannten Refrain lautstark ab.
Mit Songs wie „Unsainted“, „Before I Forget“, „Custer“, „Psychosocial“, „Wait and Bleed“, „Duality“ oder „Spit It Out“ spielte sich die Band quer durch die bekanntesten Slipknot-Phasen und traf damit genau den Nerv der Zuschauer.


































































Chop Suey feiern System Of A Down mit voller Energie
Den Abschluss des Abends übernahm schließlich Chop Suey, eine britische All-Star-Tribute-Band zu System Of A Down mit Musikern aus Bands wie Sinsaenum, DragonForce, Anti-Nowhere League und Tigertailz. Allerdings fehlte mit Sam Totman ausgerechnet eines der prominentesten Mitglieder der Formation, da der DragonForce-Gitarrist zeitgleich in Florida auf der Bühne stand.
Besonders bei Songs wie „B.Y.O.B“, „Radio/Video“, „Psycho“, „Aerials“, „Lonely Day“ und natürlich „Toxicity“ sangen viele Besucher laut mit. Die Stimmung blieb bis zum Ende hoch. Die Fabrik verwandelte sich noch einmal in einen brodelnden Nu-Metal-Club voller springender Fans, Headbanging und verschwitzter Euphorie.
Chris Byrne, Andrew Ongley, Tiago Mesquita, Connor Meighan, Lee Margaillan, Karichdis und Andre Joyzi machten den Abend zu mehr als nur einem Tribute-Konzert. Zwischen Ironie, Nostalgie und echter Live-Wucht feierten die drei Bands die rohe Energie einer Musikrichtung, die auch Jahrzehnte später nichts von ihrer Wirkung verloren hat.
















































